Ev.-luth. Kirchengemeinde Preetz

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Gruß zum Sonntag

Gruß zum 3. Sonntag nach dem Epiphanias am 24.01.2021

gehalten von Pastor Kroglowski

 

 

Aufbruch - „wenn Heilung möglich wird“

Liebe Gemeinde,

an diesem Sonntag steht die Geschichte vom Hauptmann von Kapernaum im Mittelpunkt des Gottesdienstes (Matthäus 8,5-13). Obwohl er nicht an den „einen Gott“ glaubt - vielmehr dem römischen Kaiserkult anhängt - sucht er Hilfe und Heilung für seinen kranken Knecht bei Jesus. Der Hauptmann überschreitet die Grenze seiner Uniform, seiner Fremdheit und spricht Jesus an / unterbricht den normalen Ablauf / wagt etwas Neues: „Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen.“ Mehr sagt er nicht. Er bittet um nichts, er teilt den Tatbestand mit – und bringt damit seine Not vor Gott. Er vertraut. Jesus geht ohne zu zögern auf den Hautmann ein. „Ich will kommen und ihn gesund machen.“ „Sprich nur ein Wort, so wird er gesund“, antwortet der nüchterne Soldat.

Zwei Dinge fallen mir auf:  

Erstens: Was treibt diesem Hautmann dazu für einem Menschen einzutreten  - sich für seine Heilung einzusetzen? Was setzt ihn in Bewegung zu Jesus - zu Gott? Man kommt dem auf die Spur, wenn man sich einmal genau anschaut, wer denn da krank ist. Ein Knecht heißt es in der Luther Übersetzung. Aber man kann auch übersetzen. Sein Sohn - das eigene Kind liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. Ich selbst bin Vater zweier Kinder und ich glaube man kommt, wenn man im Blick hat, dass das eigene Kind des Hauptmanns krank ist an den Kern der Geschichte. Dann weiß mann und frau was diesen Hauptmann in Bewegung setzt. Nicht mehr und nicht weniger als die Liebe zu seinem Kind.

Und das zweite, was mir auffällt:

Liebe - Vertrauen - Glaube braucht nur ein Wort.

Das Gespräch zwischen Jesus und dem Hauptmann lässt der Liebe - dem Vertrauen Raum. Jesus weist ihn nicht ab, sondern lässt ihn seine Lebensgeschichte – das, was er auf dem Herzen hat - erzählen. Er hat Zeit und kann zu hören. Das ist wichtig! Auch für die Erziehung unserer Kinder - für unser Zusammenleben  - für den Glauben gerade auch in der Krise der Corona Pandemie.

Und noch mehr. Jesus verspricht diesem Hauptmann zu kommen und seinen Sohn gesund zu machen.

In dem Moment, wo Jesus ganz nah an seine Seite tritt, uneingeschränkt für ihn da ist - da entsteht im Herzen des Hauptmanns Vertrauen. Wo wir mit unserer Kräften und unserer Medizin am Ende sind - gegen den Zweifel und die Angst an - wagt der Hauptmann - der Vater - Vertrauen.

Und wenn wir einen Ort finden, an dem unsere Seele abladen kann – auf tanken kann – dann gibt unser Glaube – unser Vertrauen uns Kraft –  Dinge verändern sich – etwas wird etwas neu – Heilung beginnt - wie in der Begegnung des Hauptmanns von Kapernaum mit Jesus Christus, der von sich selbst sagt, dass bei ihm die Quelle des Glaubens – des ewigen Lebens ist.

 

Eine gesegnete und heilsame Woche wünscht   

Ihr / Euer Pastor Lars Kroglowski

P.S. Hier steht der Gruß zum Sonntag als PDF zum Download bereit!

 

 

Die Marktmusiken, die bisher an dieser Stelle waren sind jetzt unter

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Mittwoch, 27. Januar 2021:

Die in ihrem Geist irren, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen.
Jesaja 29,24

Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden.
Jakobus 1,5
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