Ev.-luth. Kirchengemeinde Preetz

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Gruß zum Sonntag

Gruß zum Sonntag Exaudi am 16.05.21
von Propst Faehling

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater und dem Herrn, Jesus Christus. Amen.
Liebe Konfis,
liebe Konfirmationsgemeinde,

am liebsten würde ich meine bunte Maske gar nicht abnehmen – eine Regenbogenmaske. Danke, dass ich sie heute tragen darf.
Ich würde sie am liebsten aufbehalten, damit alle Worte, die ich in dieser Predigt sage, durch diese bunte Maske laufen.
Mein Idee ist: Dann werden auch meine Worte bunt, freundlich, friedlich – wie ein Regenbogen aus Glück, Segen und guten Wünschen.

Damit ich besser zu hören bin, nehme ich sie jetzt trotzdem ab.

Das verbinde ich mit dem Regenbogen, das Gott ein Versprechen gibt: Auf der Erde soll es am Ende gut werden, auch wenn das Leben schwer sein kann.
Auf der Erde soll das Leben gewinnen, auch wenn Menschen immer wieder Streit und sogar Krieg beginnen.
Auf der Erde soll die Hoffnung das letzte Wort haben, gerade wenn Menschen manchmal nicht wissen, wie es weitergehen soll.

All die verschiedenen Farben des Lebens tun sich zu einem Ding zusammen. Friede statt Streit; Hoffnung statt schwarzem Blick auf die Realität. Deshalb ist der Regenbogen weltweit das Zeichen für Frieden, Liebe und Gerechtigkeit – die bunten Pace-Fahnen wehen dafür im Wind.
Und als vor einem guten Jahr Corona kam, haben viele Menschen und auch Ihr Regenbogen in die Fenster Eurer Häuser geklebt – wir hoffen.

Regenbogen – die Natur zaubert ihn. Und die Menschen sagten damals: Die Natur hängt mit Gott zusammen. Wer die Wunder der Natur sieht, denkt: das muss mit einer großen Kraft zusammenhängen – so schön, wie das ist.

Diese große Kraft – viele nennen sie Gott – ist es, unter der Ihr, liebe Konfis heute gesegnet werdet. Segen ist ein Wunsch, und er bedeutet: Euer Leben soll gut werden, auch durch schwere Zeiten hindurch. Euer Leben soll Streit, Fragen, Suchen und Zweifel überstehen, denn all das gehört nun mal dazu.
Und immer neu sollt Ihr Hoffnung haben oder wiedergewinnen, dass Euer Weg an ein gutes Ziel führt – auch z.B. in so belasteten und seltsamen Zeiten wie jetzt.

Dass das so wird, habt Ihr ganz doll selbst in der Hand. Ihr könnt vieles selbst tun – jede und jeder in eigener Weise. Dann habt Ihr dazu Eure Eltern, Familien, Freunde, Schule, Kirchengemeinde, das Dorf, die Stadt, das Land – überall gibt es Menschen, die Euch unterstützen.
Und Ihr habt diese Kraft, die wir Christen Gott nennen, die die ganze Welt durchzieht und in der Natur viele Wunder möglich macht und so schöne Himmelszeichen wie den Regenbogen.

Ich kann es auch so sagen: Euer/unser ganzes Leben ist eingebettet in die Natur, in die Schöpfung, in den Himmel, in die Sterne und das ganze Weltall.
Und so groß, wie das alles ist, glauben wir, dass Gott ein großes Versprechen sagen kann:
Du gehst nicht verloren.
Du bist wichtig.
Ich kenne sogar Deinen Namen.

Als der Regenbogen zum ersten Mal in der Bibel auftaucht, war er ein Zeichen für Noah und seine Familie. Sie hatten eine ganz schwere Zeit am Ende gut überstanden.
Und er Regenbogen zeigte Gottes Versprechen: So soll es immer wieder geschehen.

Euch, liebe Konfis, und Euren Familien wünsche ich, dass Ihr das immer wieder im Leben erlebt: „Am Ende wird es gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.“
Der Regenbogen will Euch und uns alle daran erinnern:
Ihr seid gesegnet und habt Zukunft.

Amen.

 

P.S. Hier steht der Gruß zum Sonntag als PDF zum Download bereit!


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