Ev.-luth. Kirchengemeinde Preetz

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Gruß zum Sonntag

Gruß zum 14. Sonntag nach Trinitatis am 13. September 2020
von Prädikant Klütz

Lukas 17, 11 - 19

 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.   Amen.


Liebe Gemeinde,

was für eine Geschichte mitten in dieser Stadt Jericho! Menschen sind unterwegs; das Leben pulsiert.
Mittendrin jener Zachäus - ein Mensch, sozial wie religiös anrüchig. Den sieht man doch nicht an.
Doch im Tiefsten seines Herzens bleibt Zachäus neugierig: Dieser Jesus ist in der Stadt. Von ihm hat er schon viel gehört: von seiner Barmherzigkeit, von seiner Art, die Menschen von ihrer Schuld zu befreien. Diesen Jesus will er sehen. Zachäus weiß sich zu helfen. Durch Hindernisse lässt er sich von seinem Plan nicht abbringen. Auch vor unkonventionellen Lösungen schreckt dieser Zachäus nicht zurück.
Und dann - auf diesem Maulbeerfeigenbaum - geschieht das Unfassbare: Zachäus sieht, wie Jesus ihn wahrnimmt und sein Gast sein will. Damit hat niemand gerechnet. Zachäus nicht und auch die Menschen von Jericho nicht.
"Mit solch einem setzt man sich doch nicht auseinander. Vielleicht könnten wir ihn missionieren. Aber, ob das einen Sinn hätte?", murren die Menschen von Jericho. Und nun plötzlich wird Zachäus gesehen, wird wahrgenommen von Jesus.
Ich werde als wirklicher Mensch gesehen, mit all meinen Sorgen und Freuden! Hier wird wirklich hingeschaut. Der Blick bleibt nicht an der Oberfläche hängen. Der genauere Blick legt frei, was in mir bereits angelegt ist, aber noch nicht ganz gelebt wird.
Mein Leben wird nicht mehr auf Vergangenes und Gegenwärtiges eingeengt.  Veränderungen sind jetzt möglich!
Jesu Blick verändert Zachäus in aller Freiheit: Raus aus der Sackgasse seines Lebens. Abbiegungen wagen. Dem Leben einen neuen Sinn geben. Dem Leben Licht geben - und nicht nur Grautöne.
Zachäus lässt sich verändern. In alle Freiheit! Und darin sehe ich sein Heil!
Zachäus wird nicht gezwungen, auf den Baum zu steigen, um diesen Jesus aus der Nähe zu sehen.
Er steigt auf diesen Baum, um seiner Hoffnung auf diesen Jesus Ausdruck zu geben. Zachäus wird nicht gezwungen, Jesus in seinem Haus als Gast aufzunehmen. Er tut es freiwillig und mit Freude. Und Zachäus wird nicht gezwungen, sein Leben zu überdenken und zu ändern. Er tut es in aller Freiheit, in seinem Glauben an diesen barmherzigen und Freiheit schaffenden Jesus Christus.
Zachäus hat "Ja!" gesagt - zu diesem liebevollen Blick des Christus´, zu dieser Liebe Gottes, die auch ihm - Zachäus - gilt.
Zachäus ist voller Freude in der Mitte seines Lebens angekommen.

Von dieser Freude des Zachäus zum Leben dürfen wird uns alle anstecken lassen - auch und gerade zu dieser Zeit in dieser Welt!     Amen.

 

Herzliche Segensgrüße!

Ihr und Euer Prädikant Hans-Joachim Klütz

 

P.S. Hier steht der Gruß zum Sonntag als PDF zum Download bereit!


>Live-Mitschnitt der Marktmusik vom 29.08.2020

>Live-Mitschnitt der Marktmusik vom 15.08.2020

>Live-Mitschnitt der Marktmusik vom 08.08.2020

>Live-Mitschnitt der Marktmusik vom 25.07.2020

>Live-Mitschnitt der Marktmusik vom 20.06.2020

>Live-Mitschnitt der Marktmusik vom 06.06.2020

>Orgelvideo von Julian Mallek zum Wochenlied (Rogate) "Vater unser im Himmelreich (EG 344)

>Orgelvideo von Julian Mallek mit "Vater unser im Himmelreich" von G. Böhm

>Orgelvideo von Julian Mallek mit "Christ ist erstanden" von J. S. Bach

>Orgelvideo von Julian Mallek mit "In dir ist Freude" EG 398 aus dem Orgelbüchlein von J. S. Bach.

>Orgelvideo von Julian Mallek zum Wochenlied (Quasimodogeniti) "Mit Freuden zart" EG 108

>Orgelvideo von Julian Mallek mit "Dic nobis Maria" von H. Scheidemann

>Orgelvideo von Julian Mallek zum Wochenlied (Karfreitag) "O Haupt voll Blut und Wunden" (EG 85)

>Orgelvideo von Julian Mallek mit Praeludium und Fuge a-Moll von J. S. Bach

>Orgelvideo von Julian Mallek zum Wochenlied (Judika) "O Mensch, bewein dein Sünde groß" (EG 76)

>Orgelvideo von Julian Mallek zum Wochenlied (Lätare) "Korn, das in die Erde" (EG 98)

 

 

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Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.
1.Thessalonicher 4,6
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